Burkhard Fritz Burkhard Fritz wurde 1970 in Hamburg geboren. Er erhielt seine Gesangsausbildung bei Ute Buge in Hamburg und besuchte Meisterkurse, unter anderem bei Alfredo Kraus in Santander. Gleichzeitig absolvierte Burkhard Fritz ein Medizinstudium an der Universität Hamburg. Von 2000 bis 2006 wurde der Sänger von Prof. Arturo Sergi betreut.
Sein erstes Engagement führte Burkhard Fritz 1997 als Spieltenor an das Stadttheater Bremerhaven. Im Anschluss wurde Burkhard Fritz an das Musiktheater im Revier in Gelsenkirchen engagiert. Dort sang er als Spieltenor, im lyrischen Fach, aber auch erste Partien im jugendlichen Heldentenorfach, wie den Max im »Freischütz« und den Parsifal. Mit der überaus schwierigen Partie des Benvenuto Cellini in der gleichnamigen Oper von Hector Berlioz feierte er im Herbst 2004 einen großen persönlichen Erfolg. Am Aalto-Theater Essen gastierte der Sänger als Florestan, Max und als Herzog in »Rigoletto«, am Staatstheater Oldenburg, sowie an der Staatsoper Stuttgart in der Titelpartie des »Idomeneo«. Seit der Spielzeit 2004/05 ist Burkhard Fritz festes Ensemblemitglied der Deutschen Staatsoper Berlin. Dort sang er den Parsifal in der Neuproduktion von Bernd Eichinger unter der Leitung von Daniel Barenboim und war später hier auch als Max und Florestan zu hören. Ebenfalls unter der Leitung von Daniel Barenboim folgte dann das Debüt als Dimitrij in »Boris Godunow«. Auch im italienischen Fach konnte sich Burkhard Fritz in Berlin etablieren, so als Cavaradossi in »Tosca«, als Alvaro in »La forza del destino« und mit dem Pinkerton in »Madama Butterfly«. Anfang 2009 folgte hier auch das Debüt als Don José in »Carmen«. Im Frühjahr 2008 und im Herbst 2009 sang er den Stolzing in »Die Meistersinger von Nürnberg« und den Lohengrin, jeweils unter der Leitung von Daniel Barenboim. Bei Gastspielen erregte Burkhard Fritz im Herbst 2005 Aufsehen bei seinem Debüt als Stolzing am Tiroler Landestheater in Innsbruck sowie in derselben Rolle im Herbst 2009 an der Oper Graz. An der Staatsoper Hannover debütierte er in der Titelpartie von »Lucio Silla« von Mozart, in Rotterdam und Amsterdam war er in Konzerten mit den Rotterdamer Philharmonikern unter Valery Gergiev als Faust in Berlioz’ »La damnation de Faust« zu hören. Im April 2006 gab der Tenor sein vielbeachtetes Debüt als Parsifal an der Wiener Staatsoper. Mit dem Alvaro in »La forza del destino« gastierte er am Aalto-Theater Essen und als Cavaradossi in »Tosca« am Staatstheater Wiesbaden. Auch als Tenorsolist in der 9. Sinfonie von Beethoven an der Mailänder Scala feierte der Sänger einen großen Erfolg. Diese Partie sang er auch in Chicago mit dem Chicago Symphony Orchestra, in Berlin in der Philharmonie mit dem West-Eastern-Divan Orchestra und an der Staatsoper Berlin mit der Staatskapelle Berlin. Bei allen diesen Konzerten hatte Daniel Barenboim die Leitung inne. Zum Konzertrepertoire von Burkhard Fritz zählen auch die »Gurre-Lieder«, die er erstmals in Stuttgart unter Leitung von Lothar Zagrosek sang und Mahlers »Lied von der Erde«, welches er in der Berliner Philharmonie erstmals unter der Leitung von Daniel Barenboim sang. Hiermit gab er auch sein Konzertdebüt bei den Wiener Philharmonikern unter der Leitung von Daniel Harding. Im Juni 2009 sang Burkhard Fritz bei Konzerten des Bayerischen Rundfunks den Johannes in Franz Schmidts »Buch mit sieben Siegeln« und im August 2009 mit der Stuttgarter Kantorei den Tenorpart in Berlioz’ »Requiem«. Im Sommer 2007 debütierte Burkhard Fritz mit dem Benvenuto Cellini bei den Salzburger Festspielen, wieder unter der Leitung von Valery Gergiev. Bei den Münchner Opernfestspielen 2008 gab der Tenor ein vielbeachtetes Debüt als Bacchus in »Ariadne auf Naxos« im Residenz-Theater. Im Dezember 2008 feierte Burkhard Fritz die Premiere als Prinz in Dvořáks »Rusalka« am Théâtre de la Monnaie in Brüssel in der Neuproduktion von Stefan Herheim unter der musikalischen Leitung von Adam Fischer. Zu den zukünftigen Aufgaben des Sängers gehört der Fritz in Schrekers »Der ferne Klang« an der Berliner Staatsoper, der Paul in Korngolds »Die tote Stadt« in Madrid und der Henri in »Les Vêspres Siciliennes« von Giuseppe Verdi an der Nederlandse Opera in Amsterdam. Auf CD ist Burkhard Fritz als Tenor in der Live-Aufnahme des Konzertes von Beethovens 9. Sinfonie aus der Berliner Philharmonie mit dem West-Eastern Divan Orchestra unter der Leitung von Daniel Barenboim zu hören, die ebenfalls als DVD erhältlich ist. Kürzlich auf DVD erschienen ist auch der Live-Mitschnitt der Salzburger Produktion von Berlioz’ »Benvenuto Cellini« von 2007. Weitere Termine:
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